• Michael Leucht
  • Simon Tiffin-Richards
  • Miriam Vock
  • Hans Anand Pant
  • Olaf Köller
Der vorliegende Beitrag thematisiert die diagnostische Kompetenz von Englischlehrkräften am Ende der Sekundarstufe I. Die 56 untersuchten Lehrkräfte wurden gebeten, für jeden der von ihnen unterrichteten 1 363 Schülerinnen und Schüler ein Niveau der Fremdsprachverwendung anzugeben, wie sie der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) beschreibt. Den Lehrkrafturteilen wurden per Leistungstest ermittelte GER-Niveaus für das Leseverstehen in der ersten Fremdsprache Englisch gegenübergestellt, ihre Übereinstimmung anhand der Niveau-, Differenzierungs- und Rangkomponente quantifiziert. Jenseits einer Deskription diagnostischer Kompetenz adressiert der vorliegende Beitrag die Überlagerung der GER-Urteile durch die klasseninterne Norm der Notengebung, die über einen Abgleich von Lehrkrafturteilen und Zeugnisnoten im Fach Englisch empirisch geprüft wird. Zudem wird eine mehrebenenanalytische Modellierung diagnostischer Kompetenz vorgestellt. Sie prüft, inwieweit die Höhe der klassischen Rangkomponente sowie einer mehrebenenanalytischen Entsprechung der Niveaukomponente durch die Vertrautheit von Lehrkräften mit dem GER und seiner früheren Nutzung bei der Beurteilung der unterrichteten Schülerinnen und Schüler beeinflusst werden.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie
Band44
Ausgabe4
Seiten (von - bis)163-177
Seitenumfang15
ISSN0049-8637
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 2012

    Fachgebiete

  • Diagnostische Kompetenz, Englisch als Fremdsprache, Mehrebenenanalyse, Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER)

ID: 9828