DOI

  • Anja Schiepe-Tiska
  • Silke Rönnebeck
  • Patricia Heitmann
  • Katrin Schöps
  • Manfred Prenzel
  • Gabriel Nagy
Über die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Kompetenz von Schülerinnen und Schülern liegen in Deutschland bisher noch relativ wenige Befunde vor. Der vorliegende Beitrag untersucht im Rahmen des PISA-Längsschnitts 2012/2013, wie sich die naturwissenschaftliche Kompetenz von der neunten zur zehnten Klassenstufe verändert und ob es Unterschiede zwischen Jugendlichen in Abhängigkeit von der besuchten Schulart, ihrem Geschlecht oder der Klassenzugehörigkeit gibt. Dabei wurden neben der PISA-Kompetenz auch die in den Bildungsstandards verankerten und curricular orientierten Kompetenzbereiche Fachwissen und Erkenntnisgewinnung in den Fächern Biologie, Physik und Chemie untersucht. Die Ergebnisse zeigten für PISA im Mittel keine Veränderung. In den curricular orientierten Kompetenzbereichen verbesserte sich das Fachwissen in allen drei Fächern, in der Erkenntnisgewinnung nur in Physik. Dabei zeigten sich Unterschiede zwischen gymnasialen und nicht gymnasialen Schularten. Darüber hinaus entwickelten sich Mädchen sowohl bei PISA als auch im Fach Biologie vor dem Hintergrund ihrer Ausgangsbedingungen günstiger als Jungen. Effekte der Zusammensetzung der Schülerschaft ließen sich nur für das mittlere Leistungsniveau einer Klasse für die Literacy-bezogene PISA-Kompetenz finden, nicht aber für die lehrplannahen Kompetenzbereiche. Für die mittlere Zusammensetzung der sozialen Herkunft zeigten sich keine Kompositionseffekte.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Erziehungswissenschaft
Band20
AusgabeSuppl. 2
Seiten (von - bis)151-176
Seitenumfang26
ISSN1434-663X
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 06.2017

    Fachgebiete

  • Methodenforschung und -entwicklung - Naturwissenschaftliche Kompetenz, Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Kompositionseffekte

ID: 673868