• O. Köller
  • M. Leucht
  • Hans Anand Pant
In dem Beitrag werden Befunde aus Sekundäranalysen von Daten, die im Rahmen des Ländervergleichs des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zur Überprüfung der Bildungsstandards erhoben wurden, berichtet. Um Effekte bilingualer Unterrichtsangebote auf die Leistungen im Fach English zu untersuchen, wurden die englischsprachigen Lese- und Hörverstehensleistungen von n = 346 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der 9. Jahrgangsstufe, die in wenigstens einem Fach (in der Regel Geographie und/oder Geschichte) in englischer Sprache unterrichtet wurden, mit den Leistungen monolingual unterrichteter Gymnasiastinnen und Gymnasiasten (n = 9.521) verglichen. Nach Kontrolle von Indikatoren des familialen Hintergrunds (Schulabschlüsse der Eltern, sozio-ökonomischer Status der Familie) und der sprachlichen Kompetenzen in der Verkehrssprache Deutsch ergaben sich in standardisierten Tests zum englischsprachigen Hör- und Leseverstehen signifikante und substanzielle Leistungsvorteile zugunsten der bilingual unterrichteten Schülerinnen und Schüler, die in einer Größenordnung von einer halben Standardabweichung liegen. Implikationen für die schulische Praxis werden diskutiert. [Verlag]
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftUnterrichtswissenschaft
Band40
Ausgabe4
Seiten (von - bis)334-350
Seitenumfang17
ISSN0340-4099
ZustandVeröffentlicht - 2012

    Fachgebiete

  • Lehr-Lernforschung - Englischleistungen, bilingualer Unterricht, Schulleistungsvergleiche, Bildungserträge

ID: 10123