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DOI

  • Michael Leucht
  • Jan Retelsdorf
  • Hans Anand Pant
  • Jens Möller
  • Olaf Köller
Im Kontext der zunehmenden Aufgabe des Kurssystems zugunsten neigungsbezogener Profile in den Oberstufen allgemeinbildender Gymnasien prüfen wir, ob die Wahl eines sprachlichen Profils zu günstigeren Leistungsentwicklungen im Fach Englisch führt als die Wahl eines nicht-sprachlichen Profils. Insbesondere aufgrund der profilbezogen unterschiedlichen Belegungen von zweiter, dritter und ggf. vierter Fremdsprache wäre eine günstigere Entwicklung des sprachlichen Profils durch positiven Transfer zwischen schulisch erlernten Fremdsprachen zu rechtfertigen. Wir nutzen längsschnittliche Daten von N = 1.171 Schülerinnen und Schülern in 11. bzw. 13. Jahrgangsstufen aus Schleswig-Holstein. Wir beschreiben zunächst die an den fünf Profilen in der Qualifikationsphase belegten Fremdsprachen. Bezugnehmend auf den zurückliegenden Ländervergleich im Fach Englisch zeichnen wir Leistungsentwicklungen in zwei Teildomänen, dem Lese- und Hörverstehen, von der 9. über die 11. bis hin zur 13. Jahrgangsstufe nach. Mehrebenenanalysen sprechen sodann für eine schwache Bestätigung profilbezogener Transfereffekte, die sich gegenüber Effekten der leistungsbezogenen Komposition auf Klassenebene abgrenzen lassen.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Pädagogische Psychologie
Band29
Ausgabe2
Seiten (von - bis)77-88
Seitenumfang12
ISSN1010-0652
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 2015

    Fachgebiete

  • Pädagogische Diagnostik/Methodenforschung - Gymnasialprofil, rezeptive Englischleistungen, Sekundarstufe II, Mehrebenenanalysen, differenzielle Lernmilieus

ID: 528142