DOI

  • Jenny Lorentzen
  • Gernot Friedrichs
  • Mathias Ropohl
  • Mirjam Steffensky
Lehramtsstudierende haben häufig Schwierigkeiten die Relevanz fachlicher Studieninhalte für ihre spätere Berufstätigkeit zu erkennen. Dies kann zu einer niedrigen Lernmotivation und somit auch zu ungünstigen Ausgangsbedingungen für Wissenserwerb führen. Zur Förderung der wahrgenommenen Berufsrelevanz von fachlichen Studieninhalten durch angehende Chemielehrkräfte wurde eine Intervention entwickelt, die in eine fachliche Lehrveranstaltung der Physikalischen Chemie integriert wurde. In drei 90-minütigen Sitzungen wurden die Studierenden während des Lernens von fachlichen Studieninhalten unterstützt, indem das an der Universität vermittelte und das in der Schule zu unterrichtende Fachwissen in Form des fachlichen Strukturierungswissens vernetzt wurde. Zur Evaluation des Interventionsansatzes wurde dieser mit N = 55 Lehramtsstudierenden der Chemie in einem Prä-Post-Design mit Kontrollgruppe umgesetzt (nInterventionsgruppe = 23, nKontrollgruppe = 32) und hinsichtlich seiner Effekte auf die wahrgenommene Berufsrelevanz fachlicher Studieninhalte untersucht. Die Studierenden nehmen sowohl die gesamte Veranstaltung als auch deren fachliche Inhalte bereits vor Beginn der Intervention in der Tendenz als eher berufsrelevant wahr. Trotz dieser unerwartet hohen Relevanzwahrnehmung bewirkt die Intervention eine positive Steigerung der wahrgenommenen Relevanz. Die Analyse der Begründungen der wahrgenommenen Relevanz zeigt, dass die Studierenden zwar vorrangig aus einer schulischen Perspektive argumentieren, ihre Antworten aber auf einem eher unreflektierten Niveau bleiben.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftUnterrichtswissenschaft
ISSN0340-4099
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 04.01.2019

ID: 949830