DOI

  • Jan Retelsdorf
  • Gabriel Nagy
  • Olaf Köller
Die Frage, mit welchen schulisch erworbenen Kompetenzen sich junge Erwachsene in eine berufliche Ausbildung einfädeln, hat mit der Etablierung großer Schulleistungsstudien sowie der Einführung der Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss an Bedeutung gewonnen. Bis heute liegen aber nur aus wenigen Studien empirische Erkenntnisse zum Kompetenzstand von Auszubildenden zu Beginn der Ausbildung vor. In diesem Beitrag wurden mathematisch-naturwissenschaftliche schulische Kompetenzen - gemessen mit Tests zur Evaluation der Bildungsstandards - zu Ausbildungsbeginn untersucht. Die Stichprobe umfasste N = 2521 Auszubildende aus dualen Ausbildungsgängen mit hoher Affinität zu Mathematik und den Naturwissenschaften (gewerblich-technische Berufe, Laborberufe und Industriekaufleute). Wir untersuchten den Kompetenzstand der Auszubildenden getrennt nach Schulabschlüssen im Vergleich zur jeweils relevanten Referenzgruppe aus dem IQB-Ländervergleich 2012. Es zeigte sich, dass sich die Auszubildenden insgesamt auf einem recht hohen Niveau befanden. Dabei lagen vor allem die Auszubildenden mit Mittlerem oder Hauptschulabschluss über der Referenzgruppe, während diejenigen mit Hochschulzugangsberechtigung etwa auf dem Niveau der Referenzgruppe lagen. Zudem zeigte sich, dass die Auszubildenden ihr Ausbildungsfeld gemäß spezifischer fachlicher Stärken und Schwächen zu wählen scheinen.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftUnterrichtswissenschaft
Band45
Ausgabe1
Seiten (von - bis)5-21
Seitenumfang17
ISSN0340-4099
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 2017

    Fachgebiete

  • Kompetenzentwicklung und Übergänge - berufliche Erstausbildung, schulische Kompetenzen, Lernausgangslage, Mathematik, Naturwissenschaften

ID: 714651