DOI

  • Carolin Frank
  • Sascha Bernholt
  • Ilka Parchmann
Die Bildungsstandards stellen eine normative Festlegung über die am Ende der 10. Klasse zu erlangenden Kompetenzen im Fach Chemie dar. Gleichzeitig wird mit den Bildungsstandards der Anspruch erhoben, dass sie Fähigkeiten und Fertigkeiten beschreiben, die hilfreich für weiteres Lernen sind. Voraussetzung für die empirische Untersuchung des Zusammenhangs der in der Sekundarstufe I erworbenen allgemeinen Kompetenzen im Fach Chemie und den im Rahmen einer Berufsausbildung zu erwerbenden beruflichen Kompetenzen sind Modelle über die Strukturen der entsprechenden Kompetenzen in beiden Bereichen. Während es verschiedene empirisch untersuchte Modelle zur Beschreibung der allgemeinen Kompetenzen im Fach Chemie gibt, fehlen für den Bereich der beruflichen Kompetenzen in der Domäne Chemie sowohl theoretisch fundierte Kompetenzstrukturmodelle als auch empirische Erkenntnisse. In dem vorliegenden Beitrag soll der Zusammenhang zwischen allgemeiner Kompetenz im Fach Chemie und der beruflichen Kompetenz von Chemielaboranten genauer bestimmt werden, indem zunächst ein Strukturmodell zur Charakterisierung der Kompetenz von Chemielaboranten entwickelt wird. Auf Basis eines Abgleichs der Modelle, mit denen die Beschreibung der mit dem mittleren Bildungsabschluss zu erlangenden chemiebezogenen Kompetenzen einerseits und der beruflichen Kompetenzen von Chemielaboranten andererseits erfolgt, werden dann konkrete Annahmen über deren Zusammenhang abgeleitet. Im Ausblick werden Perspektiven für die Prüfung des entwickelten Strukturmodells sowie zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen allgemeinen und beruflichen Kompetenzen aufgezeigt.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften
Band22
Ausgabe1
Seiten (von - bis)43-60
Seitenumfang18
ISSN0949-1147
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 08.11.2016

    Fachgebiete

  • Ziele und Modelle - Kompetenzstrukturmodell, Chemielaboranten, Berufliche Ausbildung, Chemie

ID: 576678