DOI

  • Julia Becherer
  • Olaf Köller
  • Friederike Zimmermann
Frühere Studien verweisen auf einen Einfluss des Sozialverhaltens von Schülerinnen und Schülern auf deren Schulleistungen, die zugrundeliegenden Wirkmechanismen sind bisher jedoch wenig erforscht. Diese Studie untersucht, ob die Beliebtheit in der Klasse eine vermittelnde Rolle zwischen Sozialverhalten und Zeugnisnoten spielt. Die prospektive Studie wurde mit 2387 Schülerinnen und Schülern des neunten Jahrgangs durchgeführt. Prosoziales und dissoziales Verhalten wurde durch die Mitschülerinnen und Mitschüler eingeschätzt, die Klassenlehrkräfte schätzten die Beliebtheit der Schülerinnen und Schüler in der Klasse ein, die Noten wurden den Jahreszeugnissen entnommen; für Vorjahresnoten und weitere Kovariate wurde kontrolliert. Strukturgleichungsanalysen zeigten, dass prosoziales Verhalten mit höherer Beliebtheit und besseren Noten assoziiert war sowie dissoziales Verhalten mit geringerer Beliebtheit und schlechteren Noten. Prosoziales Verhalten war auch vermittelt über die Beliebtheit mit besseren Noten assoziiert, bezüglich dissozialen Verhaltens war die Vermittlung statistisch nicht bedeutsam. Die praktische Relevanz und Implikationen für zukünftige Forschung werden diskutiert.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Erziehungswissenschaft
Band20
Ausgabe3
Seiten (von - bis)405-424
Seitenumfang20
ISSN1434-663X
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 2017

    Fachgebiete

  • Kompetenzentwicklung und Übergänge - Dissoziales Verhalten, Integration in die Klasse, Mediation, Prosoziales Verhalten, Schulleistung

ID: 844628