• Olaf Köller
  • Kerstin Schütte
  • Friederike Zimmermann
  • Jan Retelsdorf
  • Michael Leucht
In der vorliegenden Untersuchung analysierten wir Leistungsveränderungen von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I in Mathematik und im Lesen. In zwei Stichproben (Kohorte 1: N = 1082 Jugendliche aus 54 Klassen; Kohorte 2: N = 888 Jugendliche aus 47 Klassen) aus unterschiedlichen Schulformen (Gymnasium vs. andere) wurden die Mathematik- und Leseleis¬tungen zu Beginn der 7. und zu Beginn der 9. Jahrgangsstufe erhoben. In Zweigruppen-Mehrebenenanalysen wurden die Effekte des Vorwissens, der Intelligenz, der Schulform, des auf Klassenebene aggregierten Vorwissens und der auf Klassenebene aggregierten Intelligenz auf spätere Leistungen analysiert. Die Befunde zeigen für beide Stichproben, dass die Klassenkomposition (aggregiertes Vorwissen) jenseits aller übrigen Effekte einen signifikanten Effekt auf die späteren Mathematik¬leistungen hat. Der geringere Effekt auf die Leseleistungen war nur signifikant, wenn Intelligenz nicht als Prädiktor im Modell enthalten war. Zusätzlich zeigen sich signifikante Effekte der Schulform auf die Mathematik¬leistungen, die im Lesen ausbleiben. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Fachspezifität von Kompositionseffekten diskutiert.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftPsychologie in Erziehung und Unterricht
Band60
Ausgabe3
Seiten (von - bis)184-197
Seitenumfang14
ISSN0342-183X
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 2013

    Fachgebiete

  • Lehr-Lernforschung

ID: 11866