DOI

  • Sonja Hanebaum
  • Klaus Ruppersberg
  • Renate Peper-Bienzeisler
Einige Stoffe in unserer Umwelt werden (nicht nur) von uns Menschen farbig wahrgenommen - Insekten mit ihren Facettenaugen sehen beispielsweise etwas anders als wir und haben einen größeren Sehbereich bis in den UV-Bereich, und Stiere gehen gerne richtig los, wenn sie rot sehen. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, warum dir Blüten, Regenbögen, Neon-Röhren oder lackierte Oberflächen farbig begegnen? Dabei liegen der Farbigkeit von Ziegelsteinen (rotes Pigment, Reflexion), roter Tinte (roter Farbstoff, Absorption) oder roten Goldnanopartikeln (Streuung) unterschiedliche Gesetzmäßigkeiten zugrunde. Es gibt Materialien, die durch die Absorption von Licht selbst leuchten. Beispielsweise fluoreszieren optische Aufheller in Waschmitteln und durch Phosphoreszenz sind die Uhrzeiten auf Armbanduhren auch in der Nacht ablesbar. Die physikalische Ursache für die Farbigkeit sind elektromagnetische Wellen, wie sie auch im Rundfunk oder für Röntgenstrahlen verwendet werden. Wird weißes Licht durch ein Prisma geleitet, so ergibt sich eine Erscheinung (Erscheinung lat.: spectrum), nämlich die Aufspaltung des weißen Lichts in seine Bestandteile durch unterschiedlich starke Beugung verschiedener Wellenlängen. Wird dieses Spektrum genauer betrachtet (altgriechisch: scopein), nennt man es Spektroskopie. Werden die Spektren gemessen, dann spricht man von Spektrometrie. Wenn diese Messung, z.B. einer Lösung von Bromthymolblau in Wasser, von 325 nm bis 650 nm durchgeführt wird, handelt es sich um UV-Vis-Spektrometrie.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftChemie konkret: CHEMKON; Forum für Unterricht und Didaktik
Band26
Ausgabe5
Seiten (von - bis)215-216
Seitenumfang2
ISSN0944-5846
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 05.08.2019

ID: 999990