DOI

  • Katrin Lintorf
  • Karin Guill
  • Heike Wendt
Negative Effekte der leistungsbezogenen Klassenkomposition auf die Schulformempfehlung und -wahl sind vielfach nachgewiesen und theoretisch erklärbar. Dies gilt dagegen nicht für den interessanterweise gegenläufigen Effekt der sozialen Komposition. Der vorliegende Beitrag untersucht diesen Effekt auf die Schulformwahl. Angenommen wird, dass eine günstigere soziale Komposition und ein damit einhergehendes höheres Bildungsaspirationsniveau unter den Eltern eine positivere Einschätzung der Erfolgschancen des eigenen Kindes am Gymnasium bewirken sollte. Dies sollte die Wahrscheinlichkeit einer Wahl des Gymnasiums steigern. Die Untersuchung erfolgte auf Basis der TIMSS-IGLU-2011-Daten mittels pfadanalytischer Zwei-Ebenen-Modelle. Die Ergebnisse belegen einen positiven Effekt des mittleren sozioökonomischen Status‘ auf die Schulformwahl. Dieser wird teilweise über die individuelle Einschätzung der Erfolgschancen am Gymnasium vermittelt, wenngleich dieser indirekte Effekt eher klein ausfällt.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Erziehungswissenschaft
Seitenumfang17
ISSN1434-663X
DOIs
ZustandElektronische Veröffentlichung vor Drucklegung. - 26.06.2017

    Fachgebiete

  • Kompetenzentwicklung und Übergänge - Bezugsgruppeneffekt, Bildungsentscheidungen, Mehrebenenmediation, Soziale Ungleichheit , Übergang

ID: 695676