• Olaf Köller
John Hattie hat im Jahr 2009 eine umfangreiche Synopse der Befunde der modernen, empirisch ausgerichteten Lehr-/Lernforschung vorgestellt. Auf der Basis von über 50.000 Studien, in denen über 83 Mio. Schülerinnen und Schüler untersucht wurden, kommt Hattie u. a. zu zentralen Aussagen über die Wirksamkeit von Unterrichts- und Schulmerkmalen. Im vorliegenden Beitrag werden Kernbefunde aus dieser Synopse vorgestellt. Im Einklang mit aktuellen Befunden aus der deutschen und internationalen Schulforschung lassen sich aus der Arbeit von Hattie folgende Schlussfolgerungen ziehen: Unterrichtsmerkmale sind für Schulleistungen deutlich erklärungsmächtiger als Schulmerkmale. Auf Seiten der Unterrichtsvariablen sind es weniger Oberflächenmerkmale (z.B. offener Unterricht, jahrgangsübergreifender Unterricht, Fähigkeitsgruppierung), sondern Tiefenmerkmale (Mastery Learning, formatives Assessment), die Leistungen steigern können. [Verlag]
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftPsychologie in Erziehung und Unterricht
Band59
Ausgabe1
Seiten (von - bis)72-78
Seitenumfang7
ISSN0342-183X
DOIs
ZustandVeröffentlicht - 2012

    Fachgebiete

  • Pädagogische Diagnostik/Methodenforschung - Schulleistung, Unterrichtsqualität, Schulqualität, Meta-Analyse

ID: 10237