• Klaus Ruppersberg
  • Janet Blankenburg
Am 25.7.2018 würde der dänische Chemiker, Apotheker und Pharmazeut Alfred Wöhlk (auch: Woehlk, Wøhlk) 150 Jahre alt. Die insbesondere aus dem Pharmazie-Studium bekannte Wöhlk-Probe zum Nachweis von Lactose und Maltose erfährt seit einiger Zeit einen erneuten Aufschwung, weil sie im Chemieunterricht hervorragend als halbquantitativer Nachweis für den sehr unterschiedlichen Lactosegehalt von Milchprodukten eingesetzt werden kann. Dies ist interessant, weil die von vielen Menschen beklagte Lactoseintoleranz von der Tagesdosis abhängig ist und durch eine Wöhlk-Probe an Milchprodukten zusammen mit anderen Zuckern in einen mengenmäßig erfassbaren Zusammenhang gestellt werden kann. Aber auch am Ende eines schulischen Standardexperiments, der Stärkespaltung durch Speichelamylase, dient sie zum Nachweis des Disaccharids Maltose, das als Hauptprodukt anfällt, neben Glucose, Isomaltose und anderen zufälligen Resten der endohydrolytischen Spaltung.
Alfred Wöhlk kam am 25. Juli 1868 in Frederikshavn („Spitze Dänemarks“) als achtes Kind seiner Eltern Clara Wilhelmine Wöhlk, geb. Knutzen, und Carl Andreas Nicolai Wöhlk zur Welt. Er hatte 10 Geschwister, studierte nach seinem Schulabschluss an der Pharmazeutischen Lehranstalt in Kopenhagen, wo er anschließend auch arbeitete und in deutscher Sprache publizierte. Im Jahre 1910 wurde er Inhaber der Trianglen-Apotheke in Kopenhagen, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1949 leitete; nebenher publizierte er für Danmarks Farmaceutiske Selskab (Dänemarks Pharmazeutische Gesellschaft) und erfand das Medikament Magnyl®, eine dänische ASS-Variante mit Magnesiumoxid.
Titel in Übersetzung150 Jahre Alfred Wöhlk
OriginalspracheEnglisch
ZeitschriftChemistryViews
Seitenumfang6
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 06.03.2018

ID: 881489