Ein Ungleichgewicht von arbeitsbezogenen Stressoren und Ressourcen, welches wir als Stress bezeichnen, wurde oft mit einem verringerten Wohlbefinden von Lehrkräften in Zusammenhang gebracht. Allerdings sind die psychologischen Mechanismen, die diese Beziehung erklären, noch weitgehend unklar. Wir nahmen an, dass die Erfüllung der psychologischen Grundbedürfnisse nach Kompetenz, Eingebundenheit mit Schüler/innen und Eingebundenheit mit Kolleg/innen hier als Mediator fungiert. Um diese Annahme zu prüfen, führten wir eine zweiwöchige Tagebuchstudie mit 152 Lehrkräften am Berufseinstieg durch. Eine mehrebenenanalytische Mediationsanalyse auf Tagesebene zeigte, dass Lehrkräfte weniger Freude am Beruf und mehr emotionale Erschöpfung empfanden, wenn das tägliche Stresserleben höher war. Während die Bedürfnisse nach Kompetenz und Eingebundenheit mit Schüler/innen den Zusammenhang mit Freude am Beruf erklärten, mediierte das Bedürfnis nach Kompetenz die Beziehung zur emotionalen Erschöpfung. Darüber hinaus fühlten die Lehrkräfte mit der geringsten Berufserfahrung sich emotional erschöpfter, wenn ihr Bedürfnis nach Eingebundenheit mit Schüler/innen nicht erfüllt wurde. Diese Befunde ermöglichen ein besseres Verständnis der täglichen intra-individuellen Prozesse, die das Wohlbefinden von Lehrkräften beim Berufseinstieg beeinflussen.
Titel in ÜbersetzungMediieren die psychologischen Grundbedürfnisse die Beziehung zwischen Stress und Wohlbefinden?: Eine Tagebuchstudie mit Lehrkräften am Berufseinstieg
OriginalspracheEnglisch
ZeitschriftLearning and Instruction
Jahrgang50
AusgabenummerAugust 2017
Seiten (von - bis)21-30
Seitenumfang10
ISSN0959-4752
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2017
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    Fachgebiete

ID: 636496