• Marlit Annalena Lindner
  • Jörn R. Sparfeldt
  • Olaf Köller
  • Josef Lukas
  • Detlev Leutner
Prüfungen sind zentrale, qualitätssichernde Elemente im Hochschulstudium, die hohen Ansprüchen genügen müssen. In der Praxis werden diese Ansprüche jedoch oft nicht idealtypisch erfüllt. Dieser Beitrag skizziert, wie ein evidenzbasiertes Vorgehen bei der Erstellung und Auswertung von schriftlichen Prüfungen aussehen kann, um den Umgang mit typischen Problemen zu erleichtern und kalkulierbare Risiken nach aktuellem Forschungsstand bestmöglich zu reduzieren. Wir diskutieren unter anderem, welche Gütekriterien an Hochschulprüfungen angelegt werden sollten, welche Aufgabenformate mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen wann sinnvoll einsetzbar sind, wie man der Rateproblematik bei geschlossenen Aufgabenformaten begegnen sollte und welche Potenziale computerbasierte Prüfungen bieten. Weiterhin gehen wir auf die Bedeutung von Prüfungen als Lernsteuerungsinstrument ein und diskutieren die Rolle studentischer Testwiseness sowie die Notwendigkeit, durch ineinandergreifende Maßnahmen ein systematisches Qualitätsmanagement für Prüfungen zu implementieren. Darüber hinaus wird im Rahmen des Diskussionsforums ein konstruktiver Dialog über Herausforderungen und Optimierungsbedarfe sowie Voraussetzungen und Gelingensbedingungen auf dem Weg zu besseren Prüfungen im Psychologiestudium fortgeführt.
Original languageGerman
JournalPsychologische Rundschau
Volume72
Issue number2
Pages (from-to)93-105
Number of pages13
ISSN0033-3042
DOIs
Publication statusPublished - 04.2021

ID: 1356553