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Eine Mikroanalyse von Chemieunterricht : Einsatz und Perzeption von Triggern für situationales Interesse. / Ochsen, Sabrina; Bernholt, Sascha; Bernholt, Andrea et al.

In: Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften, Vol. 27, No. 1, 12.2021, p. 1-15.

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Ochsen, Sabrina ; Bernholt, Sascha ; Bernholt, Andrea et al. / Eine Mikroanalyse von Chemieunterricht : Einsatz und Perzeption von Triggern für situationales Interesse. In: Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften. 2021 ; Vol. 27, No. 1. pp. 1-15.

BibTeX

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title = "Eine Mikroanalyse von Chemieunterricht: Einsatz und Perzeption von Triggern f{\"u}r situationales Interesse",
abstract = "Die Gestaltung eines interessef{\"o}rdernden (Chemie‑)Unterrichts ist Anspruch von Unterricht und bildungswissenschaftlicher sowie fachdidaktischer Forschung. Gem{\"a}{\ss} des 4‑Phasen-Modells der Interessenentwicklung ist es sinnvoll, auf die F{\"o}rderung des labileren situationalen Interesses zu fokussieren, da dies den Ausgangspunkt zur Entwicklung eines stabileren individuellen Interesses darstellen kann. Faktoren, sogenannte Trigger, die in verschiedensten Studien als potenziell interessef{\"o}rdernd identifiziert worden sind, sind vielf{\"a}ltig. Trotz einer langen Forschungstradition ist bis heute unklar, welche Auswirkungen der Einsatz von kombinierten Triggern im Unterricht auf das situationale Interesse hat und inwiefern Lernercharakteristika die Perzeption von Triggern beeinflusst. Daher wurde eine explorative Beobachtungsstudie im Chemieunterricht in neun gymnasialen Klassen der achten Jahrgangsstufe durchgef{\"u}hrt. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse konnten unterschiedliche Trigger extrahiert und verschiedenen Unterrichtsphasen zugeordnet werden. Der Einsatz von Alltagskontexten wurde bspw. am h{\"a}ufigsten in Einstiegsphasen gefunden. Weiterhin wurde der Einfluss des mittleren situationalen Interesses der Lernenden auf die Wahrnehmung von Triggern untersucht: Experimente werden von niedriginteressierten Lernenden generell als interessant wahrgenommen, w{\"a}hrend die Wahrnehmung der Hochinteressierten differenzierter bez{\"u}glich u. a. der Einbettung in den Unterricht ist. Auf Basis der Ergebnisse werden erste Hypothesen zu m{\"o}glichen Wirkmechanismen aufgestellt.",
keywords = "Kompetenzentwicklung und {\"U}berg{\"a}nge, Situationales Interesse, Interessentrigger, Qualitative Forschung, Beobachtungsstudie, Situational interest, Classroom observation, Interest triggers, Qualitative research",
author = "Sabrina Ochsen and Sascha Bernholt and Andrea Bernholt and Ilka Parchmann",
year = "2021",
month = dec,
doi = "10.1007/s40573-020-00122-x",
language = "Deutsch",
volume = "27",
pages = "1--15",
journal = "Zeitschrift f{\"u}r Didaktik der Naturwissenschaften",
issn = "0949-1147",
publisher = "Springer",
number = "1",

}

RIS

TY - JOUR

T1 - Eine Mikroanalyse von Chemieunterricht

T2 - Einsatz und Perzeption von Triggern für situationales Interesse

AU - Ochsen, Sabrina

AU - Bernholt, Sascha

AU - Bernholt, Andrea

AU - Parchmann, Ilka

PY - 2021/12

Y1 - 2021/12

N2 - Die Gestaltung eines interessefördernden (Chemie‑)Unterrichts ist Anspruch von Unterricht und bildungswissenschaftlicher sowie fachdidaktischer Forschung. Gemäß des 4‑Phasen-Modells der Interessenentwicklung ist es sinnvoll, auf die Förderung des labileren situationalen Interesses zu fokussieren, da dies den Ausgangspunkt zur Entwicklung eines stabileren individuellen Interesses darstellen kann. Faktoren, sogenannte Trigger, die in verschiedensten Studien als potenziell interessefördernd identifiziert worden sind, sind vielfältig. Trotz einer langen Forschungstradition ist bis heute unklar, welche Auswirkungen der Einsatz von kombinierten Triggern im Unterricht auf das situationale Interesse hat und inwiefern Lernercharakteristika die Perzeption von Triggern beeinflusst. Daher wurde eine explorative Beobachtungsstudie im Chemieunterricht in neun gymnasialen Klassen der achten Jahrgangsstufe durchgeführt. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse konnten unterschiedliche Trigger extrahiert und verschiedenen Unterrichtsphasen zugeordnet werden. Der Einsatz von Alltagskontexten wurde bspw. am häufigsten in Einstiegsphasen gefunden. Weiterhin wurde der Einfluss des mittleren situationalen Interesses der Lernenden auf die Wahrnehmung von Triggern untersucht: Experimente werden von niedriginteressierten Lernenden generell als interessant wahrgenommen, während die Wahrnehmung der Hochinteressierten differenzierter bezüglich u. a. der Einbettung in den Unterricht ist. Auf Basis der Ergebnisse werden erste Hypothesen zu möglichen Wirkmechanismen aufgestellt.

AB - Die Gestaltung eines interessefördernden (Chemie‑)Unterrichts ist Anspruch von Unterricht und bildungswissenschaftlicher sowie fachdidaktischer Forschung. Gemäß des 4‑Phasen-Modells der Interessenentwicklung ist es sinnvoll, auf die Förderung des labileren situationalen Interesses zu fokussieren, da dies den Ausgangspunkt zur Entwicklung eines stabileren individuellen Interesses darstellen kann. Faktoren, sogenannte Trigger, die in verschiedensten Studien als potenziell interessefördernd identifiziert worden sind, sind vielfältig. Trotz einer langen Forschungstradition ist bis heute unklar, welche Auswirkungen der Einsatz von kombinierten Triggern im Unterricht auf das situationale Interesse hat und inwiefern Lernercharakteristika die Perzeption von Triggern beeinflusst. Daher wurde eine explorative Beobachtungsstudie im Chemieunterricht in neun gymnasialen Klassen der achten Jahrgangsstufe durchgeführt. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse konnten unterschiedliche Trigger extrahiert und verschiedenen Unterrichtsphasen zugeordnet werden. Der Einsatz von Alltagskontexten wurde bspw. am häufigsten in Einstiegsphasen gefunden. Weiterhin wurde der Einfluss des mittleren situationalen Interesses der Lernenden auf die Wahrnehmung von Triggern untersucht: Experimente werden von niedriginteressierten Lernenden generell als interessant wahrgenommen, während die Wahrnehmung der Hochinteressierten differenzierter bezüglich u. a. der Einbettung in den Unterricht ist. Auf Basis der Ergebnisse werden erste Hypothesen zu möglichen Wirkmechanismen aufgestellt.

KW - Kompetenzentwicklung und Übergänge

KW - Situationales Interesse

KW - Interessentrigger

KW - Qualitative Forschung

KW - Beobachtungsstudie

KW - Situational interest

KW - Classroom observation

KW - Interest triggers

KW - Qualitative research

U2 - 10.1007/s40573-020-00122-x

DO - 10.1007/s40573-020-00122-x

M3 - Artikel in Fachzeitschrift

VL - 27

SP - 1

EP - 15

JO - Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften

JF - Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften

SN - 0949-1147

IS - 1

ER -

ID: 1455880