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@book{df1702639f8f4ba2ac7b5cc482c43982,
title = "Entwicklung und Evaluierung eines spezifischen Anf{\"a}ngerpraktikums f{\"u}r Lehramtsstudierende im Fach Physik",
abstract = "In der universit{\"a}ren Lehramtsausbildung in Deutschland werden die Trennung von Fach und Fachdidaktik und der hohe fachwissenschaftliche Anteil in der Studieneingangsphase kritisch diskutiert. An der Christian-Albrechts-Universit{\"a}t zu Kiel wurde daher beschlossen, die Lehramtsausbildung im Fach Physik neu auszurichten und die Bereiche Fach und Fachdidaktik fr{\"u}her im Studium zu vernetzen, um die kumulative Entwicklung der fachlichen und fachdidaktischen Komponenten des Professionswissens zu verbessern und die wahrgenommene Relevanz der Lerninhalte zu f{\"o}rdern. Dazu wurde im Rahmen dieser Arbeit ein physikalisches Laborpraktikum f{\"u}r Lehramtsstudierende mit 25 neuen, lehramtsspezifischen Praktikumsversuche konzipiert, das sich an aktuellen fachdidaktischen Gestaltungsprinzipien orientiert. Der Entwicklung liegt ein theoretisch abgeleitetes Wirkmodell zugrunde, wonach eine F{\"o}rderung der wahrgenommenen Relevanz sich positiv auf die Lernmotivation und damit wiederum f{\"o}rderlich auf den Lernerfolg auswirkt. Das Forschungsziel dieser Arbeit ist, Erkenntnisse {\"u}ber die optimale Gestaltung von Lehramtspraktika zu gewinnen und die Wirkannahmen quantitativ zu pr{\"u}fen. Hierzu wurde im neuen Lehramtspraktikum eine Vollerhebung vorgenommen, sodass eine ausreichende Stichprobe und eine Vielzahl der Bedingungsfaktoren erfasst werden konnten. Mithilfe eines daf{\"u}r neu entwickelten Fragebogens wurden dabei auch die Eigenschaften der Praktikumsversuche erfasst, sodass in der begleitenden Beforschung mittels Mehrebenenanalyse Erkenntnisse {\"u}ber die Eigenschaften relevant wahrgenommener Versuche gewonnen werden konnten. Zentrale Ergebnisse der Arbeit sind folgende: Eine Schl{\"u}sselrolle f{\"u}r die wahrgenommene Relevanz spielt dabei neben dem schulrelevanten Versuchsthema und der Anschaulichkeit vor allem die Kontextualisierung der Versuchsbeschreibungen. Eine Mehrebenen-Strukturgleichungsmodellierung des Wirkmodells hat gezeigt, dass die wahrgenommene Relevanz das situationale Interesse an den Praktikumsinhalten hypothesenkonform positiv beeinflusst. Zudem konnte anhand von empirischen Indizien aus weiteren Modellierungen der Wirkzusammenh{\"a}nge geschlossen werden, dass sich die wahrgenommene Relevanz ebenfalls f{\"o}rderlich auf den Lernerfolg in Bezug auf experimentelle Kompetenz, Selbstwirksamkeitserwartungen bzgl. des Experimentierens und Fachwissen der Studierenden auswirkt. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnte damit in dieser Arbeit gezeigt werden, dass ein lehramtsspezifisches Laborpraktikum eine wirksame und umsetzbare M{\"o}glichkeit ist, um den Studierenden die Relevanz der Lerninhalte f{\"u}r ihre zuk{\"u}nftige Lehrt{\"a}tigkeit zu verdeutlichen, die Lernmotivation und den Lernerfolg zu f{\"o}rdern und dadurch die Lehramtsausbildung in den naturwissenschaftlichen F{\"a}chern zu verbessern.",
keywords = "Professionswissen, Hochschullehre, Lehramtsstudium, adressatenspezifisches Physikpraktikum, lehramtsspezifische Praktikumsversuche, wahrgenommene Berufsrelevanz, university teaching, teacher training, group-specific physics laboratory course, teaching-specific practical experiments, perceived professional relevance",
author = "Jasmin Andersen",
year = "2020",
month = dec,
language = "Deutsch",

}

RIS

TY - BOOK

T1 - Entwicklung und Evaluierung eines spezifischen Anfängerpraktikums für Lehramtsstudierende im Fach Physik

AU - Andersen, Jasmin

PY - 2020/12

Y1 - 2020/12

N2 - In der universitären Lehramtsausbildung in Deutschland werden die Trennung von Fach und Fachdidaktik und der hohe fachwissenschaftliche Anteil in der Studieneingangsphase kritisch diskutiert. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde daher beschlossen, die Lehramtsausbildung im Fach Physik neu auszurichten und die Bereiche Fach und Fachdidaktik früher im Studium zu vernetzen, um die kumulative Entwicklung der fachlichen und fachdidaktischen Komponenten des Professionswissens zu verbessern und die wahrgenommene Relevanz der Lerninhalte zu fördern. Dazu wurde im Rahmen dieser Arbeit ein physikalisches Laborpraktikum für Lehramtsstudierende mit 25 neuen, lehramtsspezifischen Praktikumsversuche konzipiert, das sich an aktuellen fachdidaktischen Gestaltungsprinzipien orientiert. Der Entwicklung liegt ein theoretisch abgeleitetes Wirkmodell zugrunde, wonach eine Förderung der wahrgenommenen Relevanz sich positiv auf die Lernmotivation und damit wiederum förderlich auf den Lernerfolg auswirkt. Das Forschungsziel dieser Arbeit ist, Erkenntnisse über die optimale Gestaltung von Lehramtspraktika zu gewinnen und die Wirkannahmen quantitativ zu prüfen. Hierzu wurde im neuen Lehramtspraktikum eine Vollerhebung vorgenommen, sodass eine ausreichende Stichprobe und eine Vielzahl der Bedingungsfaktoren erfasst werden konnten. Mithilfe eines dafür neu entwickelten Fragebogens wurden dabei auch die Eigenschaften der Praktikumsversuche erfasst, sodass in der begleitenden Beforschung mittels Mehrebenenanalyse Erkenntnisse über die Eigenschaften relevant wahrgenommener Versuche gewonnen werden konnten. Zentrale Ergebnisse der Arbeit sind folgende: Eine Schlüsselrolle für die wahrgenommene Relevanz spielt dabei neben dem schulrelevanten Versuchsthema und der Anschaulichkeit vor allem die Kontextualisierung der Versuchsbeschreibungen. Eine Mehrebenen-Strukturgleichungsmodellierung des Wirkmodells hat gezeigt, dass die wahrgenommene Relevanz das situationale Interesse an den Praktikumsinhalten hypothesenkonform positiv beeinflusst. Zudem konnte anhand von empirischen Indizien aus weiteren Modellierungen der Wirkzusammenhänge geschlossen werden, dass sich die wahrgenommene Relevanz ebenfalls förderlich auf den Lernerfolg in Bezug auf experimentelle Kompetenz, Selbstwirksamkeitserwartungen bzgl. des Experimentierens und Fachwissen der Studierenden auswirkt. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnte damit in dieser Arbeit gezeigt werden, dass ein lehramtsspezifisches Laborpraktikum eine wirksame und umsetzbare Möglichkeit ist, um den Studierenden die Relevanz der Lerninhalte für ihre zukünftige Lehrtätigkeit zu verdeutlichen, die Lernmotivation und den Lernerfolg zu fördern und dadurch die Lehramtsausbildung in den naturwissenschaftlichen Fächern zu verbessern.

AB - In der universitären Lehramtsausbildung in Deutschland werden die Trennung von Fach und Fachdidaktik und der hohe fachwissenschaftliche Anteil in der Studieneingangsphase kritisch diskutiert. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde daher beschlossen, die Lehramtsausbildung im Fach Physik neu auszurichten und die Bereiche Fach und Fachdidaktik früher im Studium zu vernetzen, um die kumulative Entwicklung der fachlichen und fachdidaktischen Komponenten des Professionswissens zu verbessern und die wahrgenommene Relevanz der Lerninhalte zu fördern. Dazu wurde im Rahmen dieser Arbeit ein physikalisches Laborpraktikum für Lehramtsstudierende mit 25 neuen, lehramtsspezifischen Praktikumsversuche konzipiert, das sich an aktuellen fachdidaktischen Gestaltungsprinzipien orientiert. Der Entwicklung liegt ein theoretisch abgeleitetes Wirkmodell zugrunde, wonach eine Förderung der wahrgenommenen Relevanz sich positiv auf die Lernmotivation und damit wiederum förderlich auf den Lernerfolg auswirkt. Das Forschungsziel dieser Arbeit ist, Erkenntnisse über die optimale Gestaltung von Lehramtspraktika zu gewinnen und die Wirkannahmen quantitativ zu prüfen. Hierzu wurde im neuen Lehramtspraktikum eine Vollerhebung vorgenommen, sodass eine ausreichende Stichprobe und eine Vielzahl der Bedingungsfaktoren erfasst werden konnten. Mithilfe eines dafür neu entwickelten Fragebogens wurden dabei auch die Eigenschaften der Praktikumsversuche erfasst, sodass in der begleitenden Beforschung mittels Mehrebenenanalyse Erkenntnisse über die Eigenschaften relevant wahrgenommener Versuche gewonnen werden konnten. Zentrale Ergebnisse der Arbeit sind folgende: Eine Schlüsselrolle für die wahrgenommene Relevanz spielt dabei neben dem schulrelevanten Versuchsthema und der Anschaulichkeit vor allem die Kontextualisierung der Versuchsbeschreibungen. Eine Mehrebenen-Strukturgleichungsmodellierung des Wirkmodells hat gezeigt, dass die wahrgenommene Relevanz das situationale Interesse an den Praktikumsinhalten hypothesenkonform positiv beeinflusst. Zudem konnte anhand von empirischen Indizien aus weiteren Modellierungen der Wirkzusammenhänge geschlossen werden, dass sich die wahrgenommene Relevanz ebenfalls förderlich auf den Lernerfolg in Bezug auf experimentelle Kompetenz, Selbstwirksamkeitserwartungen bzgl. des Experimentierens und Fachwissen der Studierenden auswirkt. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnte damit in dieser Arbeit gezeigt werden, dass ein lehramtsspezifisches Laborpraktikum eine wirksame und umsetzbare Möglichkeit ist, um den Studierenden die Relevanz der Lerninhalte für ihre zukünftige Lehrtätigkeit zu verdeutlichen, die Lernmotivation und den Lernerfolg zu fördern und dadurch die Lehramtsausbildung in den naturwissenschaftlichen Fächern zu verbessern.

KW - Professionswissen

KW - Hochschullehre

KW - Lehramtsstudium

KW - adressatenspezifisches Physikpraktikum

KW - lehramtsspezifische Praktikumsversuche

KW - wahrgenommene Berufsrelevanz

KW - university teaching

KW - teacher training

KW - group-specific physics laboratory course

KW - teaching-specific practical experiments

KW - perceived professional relevance

M3 - Dissertationsschrift

BT - Entwicklung und Evaluierung eines spezifischen Anfängerpraktikums für Lehramtsstudierende im Fach Physik

CY - Kiel

ER -

ID: 1452741