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@book{f11480d7439f4570a4bef06626d8b1ae,
title = "Entwicklung, Validierung und Einsatz einer simulierten Klassenraumumgebung zur Erfassung evolutionsbezogenen Professionswissens",
abstract = "Das Professionswissen gilt als Kern professioneller Kompetenz und ist die zentrale Voraussetzung f{\"u}r einen qualit{\"a}tsvollen Unterricht sowie den damit verbundenen Sch{\"u}lerleistungen. Grundlegend kann das Professionswissen in Wissensbereiche – fachliches, fachdidaktisches und p{\"a}dagogisches Wissen – sowie in Wissenstypen – deklaratives und prozedurales Wissen – differenziert werden. In der bisherigen Forschung wurden zahlreiche Studien durchgef{\"u}hrt, um das Professionswissen von Lehrkr{\"a}ften systematisch zu untersuchen. Hierbei mangelte es an Messinstrumenten, welche nicht nur deklaratives, sondern auch prozedurales Professionswissen erfassen k{\"o}nnen. Eine L{\"o}sung stellen simulierte Klassenraumumgebungen dar, in welchen die angehenden Lehrkr{\"a}fte das im akademischen Diskurs erlernte deklarative Wissen handlungsnah anwenden k{\"o}nnen. Im Biologieunterricht wird prozedurales Wissen vor allem dann relevant, wenn es um die Beurteilung von Sch{\"u}lerleistungen geht. Besonders im Kontext der biologischen Evolution, welche den integrativen Rahmen des Biologieunterrichts darstellt, werden h{\"a}ufig Fehlvorstellungen zur Erkl{\"a}rung evolutionsbiologischer Prozesse ge{\"a}u{\ss}ert. Die vorliegende Dissertation beinhaltet drei empirische Studien. Alle Studien untersuchen Facetten des prozeduralen Professionswissens mit einem Fokus auf dem biologiedidaktischen Wissen. In Studie 1 wird ein digitales Instrument – das Sch{\"u}lerinventar – eingesetzt, um zu untersuchen, inwiefern virtuelle Sch{\"u}lerklausuren auf Basis des Professionswissens von Lehrerinnen und Lehrern im Vorbereitungsdienst beurteilt werden k{\"o}nnen. Hier zeigten sich Defizite im prozeduralen fachdidaktischen sowie p{\"a}dagogischen Wissen. In Studie 2 wird eine im Rahmen dieser Dissertation weiterentwickelte simulierte Klassenraumumgebung – der Simulierte Klassenraum Biologie (SKRBio) – erprobt und validiert. Die Ergebnisse zeigten, dass der SKRBio prozedurales fachdidaktisches Wissen valide messen kann. Der validierte SKRBio wird in Studie 3 in Kombination mit einem Fragebogen zur Evolution eingesetzt, um erste Erkenntnisse {\"u}ber die Zusammenh{\"a}nge zwischen deklarativem und prozeduralem Professionswissen bei Lehramtsstudierenden zu generieren. Hierbei zeigten sich Zusammenh{\"a}nge zwischen beiden Wissenstypen innerhalb des Professionswissens. Die vorliegende Arbeit stellt eine neue simulierte Klassenraumumgebung vor, welche die Erfassung prozeduraler Facetten des Professionswissens erm{\"o}glicht. Mithilfe des SKRBio konnten bereits theoretisch und empirisch beschriebene Schwierigkeiten im Umgang mit spezifischen Fehlvorstellungskategorien repliziert werden. Au{\ss}erdem lieferte der SKRBio erste Hinweise auf den Zusammenhang zwischen deklarativem und prozeduralem biologiebezogenen Professionswissen, wodurch kognitionspsychologische Annahmen zur Interaktion beider Wissenstypen best{\"a}tigt wurden.",
author = "Julian Fischer",
year = "2021",
month = feb,
language = "Deutsch",

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RIS

TY - BOOK

T1 - Entwicklung, Validierung und Einsatz einer simulierten Klassenraumumgebung zur Erfassung evolutionsbezogenen Professionswissens

AU - Fischer, Julian

PY - 2021/2

Y1 - 2021/2

N2 - Das Professionswissen gilt als Kern professioneller Kompetenz und ist die zentrale Voraussetzung für einen qualitätsvollen Unterricht sowie den damit verbundenen Schülerleistungen. Grundlegend kann das Professionswissen in Wissensbereiche – fachliches, fachdidaktisches und pädagogisches Wissen – sowie in Wissenstypen – deklaratives und prozedurales Wissen – differenziert werden. In der bisherigen Forschung wurden zahlreiche Studien durchgeführt, um das Professionswissen von Lehrkräften systematisch zu untersuchen. Hierbei mangelte es an Messinstrumenten, welche nicht nur deklaratives, sondern auch prozedurales Professionswissen erfassen können. Eine Lösung stellen simulierte Klassenraumumgebungen dar, in welchen die angehenden Lehrkräfte das im akademischen Diskurs erlernte deklarative Wissen handlungsnah anwenden können. Im Biologieunterricht wird prozedurales Wissen vor allem dann relevant, wenn es um die Beurteilung von Schülerleistungen geht. Besonders im Kontext der biologischen Evolution, welche den integrativen Rahmen des Biologieunterrichts darstellt, werden häufig Fehlvorstellungen zur Erklärung evolutionsbiologischer Prozesse geäußert. Die vorliegende Dissertation beinhaltet drei empirische Studien. Alle Studien untersuchen Facetten des prozeduralen Professionswissens mit einem Fokus auf dem biologiedidaktischen Wissen. In Studie 1 wird ein digitales Instrument – das Schülerinventar – eingesetzt, um zu untersuchen, inwiefern virtuelle Schülerklausuren auf Basis des Professionswissens von Lehrerinnen und Lehrern im Vorbereitungsdienst beurteilt werden können. Hier zeigten sich Defizite im prozeduralen fachdidaktischen sowie pädagogischen Wissen. In Studie 2 wird eine im Rahmen dieser Dissertation weiterentwickelte simulierte Klassenraumumgebung – der Simulierte Klassenraum Biologie (SKRBio) – erprobt und validiert. Die Ergebnisse zeigten, dass der SKRBio prozedurales fachdidaktisches Wissen valide messen kann. Der validierte SKRBio wird in Studie 3 in Kombination mit einem Fragebogen zur Evolution eingesetzt, um erste Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen deklarativem und prozeduralem Professionswissen bei Lehramtsstudierenden zu generieren. Hierbei zeigten sich Zusammenhänge zwischen beiden Wissenstypen innerhalb des Professionswissens. Die vorliegende Arbeit stellt eine neue simulierte Klassenraumumgebung vor, welche die Erfassung prozeduraler Facetten des Professionswissens ermöglicht. Mithilfe des SKRBio konnten bereits theoretisch und empirisch beschriebene Schwierigkeiten im Umgang mit spezifischen Fehlvorstellungskategorien repliziert werden. Außerdem lieferte der SKRBio erste Hinweise auf den Zusammenhang zwischen deklarativem und prozeduralem biologiebezogenen Professionswissen, wodurch kognitionspsychologische Annahmen zur Interaktion beider Wissenstypen bestätigt wurden.

AB - Das Professionswissen gilt als Kern professioneller Kompetenz und ist die zentrale Voraussetzung für einen qualitätsvollen Unterricht sowie den damit verbundenen Schülerleistungen. Grundlegend kann das Professionswissen in Wissensbereiche – fachliches, fachdidaktisches und pädagogisches Wissen – sowie in Wissenstypen – deklaratives und prozedurales Wissen – differenziert werden. In der bisherigen Forschung wurden zahlreiche Studien durchgeführt, um das Professionswissen von Lehrkräften systematisch zu untersuchen. Hierbei mangelte es an Messinstrumenten, welche nicht nur deklaratives, sondern auch prozedurales Professionswissen erfassen können. Eine Lösung stellen simulierte Klassenraumumgebungen dar, in welchen die angehenden Lehrkräfte das im akademischen Diskurs erlernte deklarative Wissen handlungsnah anwenden können. Im Biologieunterricht wird prozedurales Wissen vor allem dann relevant, wenn es um die Beurteilung von Schülerleistungen geht. Besonders im Kontext der biologischen Evolution, welche den integrativen Rahmen des Biologieunterrichts darstellt, werden häufig Fehlvorstellungen zur Erklärung evolutionsbiologischer Prozesse geäußert. Die vorliegende Dissertation beinhaltet drei empirische Studien. Alle Studien untersuchen Facetten des prozeduralen Professionswissens mit einem Fokus auf dem biologiedidaktischen Wissen. In Studie 1 wird ein digitales Instrument – das Schülerinventar – eingesetzt, um zu untersuchen, inwiefern virtuelle Schülerklausuren auf Basis des Professionswissens von Lehrerinnen und Lehrern im Vorbereitungsdienst beurteilt werden können. Hier zeigten sich Defizite im prozeduralen fachdidaktischen sowie pädagogischen Wissen. In Studie 2 wird eine im Rahmen dieser Dissertation weiterentwickelte simulierte Klassenraumumgebung – der Simulierte Klassenraum Biologie (SKRBio) – erprobt und validiert. Die Ergebnisse zeigten, dass der SKRBio prozedurales fachdidaktisches Wissen valide messen kann. Der validierte SKRBio wird in Studie 3 in Kombination mit einem Fragebogen zur Evolution eingesetzt, um erste Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen deklarativem und prozeduralem Professionswissen bei Lehramtsstudierenden zu generieren. Hierbei zeigten sich Zusammenhänge zwischen beiden Wissenstypen innerhalb des Professionswissens. Die vorliegende Arbeit stellt eine neue simulierte Klassenraumumgebung vor, welche die Erfassung prozeduraler Facetten des Professionswissens ermöglicht. Mithilfe des SKRBio konnten bereits theoretisch und empirisch beschriebene Schwierigkeiten im Umgang mit spezifischen Fehlvorstellungskategorien repliziert werden. Außerdem lieferte der SKRBio erste Hinweise auf den Zusammenhang zwischen deklarativem und prozeduralem biologiebezogenen Professionswissen, wodurch kognitionspsychologische Annahmen zur Interaktion beider Wissenstypen bestätigt wurden.

M3 - Dissertationsschrift

BT - Entwicklung, Validierung und Einsatz einer simulierten Klassenraumumgebung zur Erfassung evolutionsbezogenen Professionswissens

ER -

ID: 1706455