• Jan Retelsdorf
  • Jens Möller
Die Lesekompetenz hängt zum einen von familiären Bedingungen wie dem sozioökonomischen Status, dem Bildungshintergrund und den gemeinsamen sprachlichen Aktivitäten von Eltern und Kindern ab. Zum anderen sind auf der individuellen Ebene motivationale und kognitive Voraussetzungen wichtig. In der vorliegenden Arbeit werden die Zusammenhänge dieser Variablen mit der Lesekompetenz von Fünftklässlern im Rahmen des Erwartungs-Wert-Modells der Lesemotivation mittels Strukturgleichungsanalysen überprüft. Dafür wird in Studie 1 an N = 326 Schülern und Eltern ein Zusammenhangsmodell entwickelt, das an einer zweiten Stichprobe (N = 1244 Schülern und Eltern) in Studie 2 validiert wird. Es zeigt sich, dass der soziale Hintergrund vor allem über die gemeinsamen sprachlichen Aktivitäten von Eltern und Kindern auf die Lesemotivation und das Leseselbstkonzept wirkt. Diese motivationalen Merkmale hängen wie die kognitive Grundfähigkeit mit der Lesekompetenz der Schüler zusammen. Die Befunde liefern wichtige Hinweise für außerschulische Möglichkeiten der Leseförderung.
Original languageGerman
JournalPsychologie in Erziehung und Unterricht
Volume55
Pages (from-to)227-237
Number of pages10
ISSN0342-183X
Publication statusPublished - 2008

ID: 58847